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Larrieden – Sport mal anders

LV Bayern. Auch in diesem Jahr, fanden die Sportwochen in Larrieden vom 24. - 28. Juli und vom 31. Juli - 04. August 2017 statt. Unglaublich, was man alles trotz des schlechten Regenwetters erleben kann.

Am 24. Juli 2017 war es endlich so weit. Die erste Woche insbesondere für Aphasiker im Reit Therapie Zentrum Larrieden hatte begonnen. Björn Zacharias, der Ausbildungsleiter begrüßte uns, mit einer richtigen zünftigen Brotzeit im Gästehaus und schon ging es los mit Reiten. Mit 12 Personen war unsere Gruppe nicht zu groß und so kam jeder am Nachmittag noch einmal dran. Gott sei Dank fand das Reiten in der Reithalle statt, denn es regnete draußen Bindfäden. Nach dem Abendessen ging es schon um 19:00 Uhr weiter. Cajonbau, das sind Trommeln auf denen jeder selbst draufsitzt, war angesagt. Hölzer aussägen, dann partnerweise verleimen, ausrichten und mit Gurten unter Spannung bringen. Danach trocknen lassen. Und zum Abschluss des ersten Tages lernten wir auf schon fertigen Canjons wie man trommelt. Natürlich gab es vor dem Schlafengehen noch ein wohlverdientes Bier.

Nach dem Frühstück und dem morgendlichen Qi Gong ging es zunächst wieder an unsere Cajons. Neben dem Bau dieser einfacher, aber toll klingenden Trommeln, lernten wir verschiedene Takte und Rhythmen. Unser Plan wurde aufgrund des Regens nochmals geändert und wir betrieben ein Planspiel. Unsere Gruppe teilte sich in zwei Mannschaften. Die eine Mannschaft baute aus Papier, Klopapierrollen und Klebeband den vorderen Teil eines Bootes, die zweite Mannschaft den hinteren Teil. Es gab drei Verhandlungsrunden, an denen sich ein Sprecher der ersten Mannschaft mit dem Sprecher der zweiten Mannschaft, über den Bau des Bootes vereinbaren sollte, denn das Boot musste am Ende eine Zweiliterflasche tragen. Ergebnis: das Boot trug die Flasche nicht.

Bei einer Kutschfahrt, nochmaligem Reiten, ausführlichem Qi Gong und einem Baseball Spiel in einer Sporthalle, kamen bei jedem die gleichen Gefühle auf - das Leben ist schön - ich kann was schaffen - wir sind ein Team.

Donnerstagabend, die Abschlussreflexion am Lagerfeuer und der Auftrag an jedes Gruppenmitglied, dem anderen eine Urkunde zu überreichen und mit seinen Worten zu sagen, was ihn am anderen am meisten fasziniert.

Schon war es Freitag geworden, der Abschlusstag und der Regengott hatte es gut mit uns gemeint. Auf dem Teamparcours konnte jeder sich an einem Flaschenzug bis auf 17 m über der Erde hochziehen. Egal ob Aphasiker oder Angehöriger, egal ob mit zwei Armen oder mit nur einem funktionstüchtigem Arm, alle kletterten hoch und am Ende waren wir wieder einmal überrascht, was man doch in der Gruppe, wie auch alleine schaffen kann.

Thomas Loch (LV Bayern)

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